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der islam und du

viele reden im moment über glauben, wenn auch hauptsächlich über den glauben anderer.
der islam. moslems.
gefolgsleute des propheten.

etc
pp
aktuell das minarettverbot in der schweiz.
bzw. der volksentscheid der schweizer, das keine minarette in der schweiz gebaut werden dürfen.
mit verlaub.
ein bauverbot ist kein glaubensverbot.
wenn ich einen kölnerdom in dubai bauen will, dann krieg ich auch einen an den kopf.
ich darf ja auch kein glaskastenhochhaus in die historische altstadt setzen.
ich finde da wir mal wieder sehr dolle die schlichte unerwünschtheit eines baustils mit einer reflexhaften islamabneigung gleichgesetzt.

die entscheidung an sich kann ich verstehen.

was viele aber viel mehr beunruhigt ist nicht das errichten eines islamischen gotteshauses, was viele beunruhigt, ist die teilweise inbrünstigkeit mit dem moslems ihren glauben in die öffentlichkeit tragen.
wobei hier oft auch nicht getrennt wird zwischen übernahme von kleidungsgewohnheiten oder verhaltensweisen des heimatlandes und religion.
ist auch nicht einfach, aufgrund der vermischung von alltag und religion.

läuft aber im prinzip einfach darauf hinaus, das wir mit einer selbstverständlichen ausübung und auslebung des glaubens konfrontiert werden - immer öfter - die den meisten deutschen so nicht mehr bekannt ist.

in deutschland ist die trennung von glaube und öffentlichkeit doch relativ lang und tief gewachsen.
nicht?
seit dem 30 jährigen krieg und den darum laufenden geplenkeln wird krampfhaft versucht mit seinem glauben dem anderen nicht auf die füße zu treten.
das problem ist vllt einfach, das evangelische und katholische sich schon lange auf die rübe gehauen haben und irgendwann die ausmaße einfach eine zurücknahme des eigenen glaubens aus der öffentlichkeit erforderlich gemacht haben, um sich nicht ständig den schädel einzuhauen.
diese zurücknahme war aber in den meisten islamischen ländern nie nötig. im gegenteil, zurücknahme wird hier oft als abfallen vom glauben interpretiert.
dem entsprechend treffen hier erlernte rücksichtnahme und erlernte konfrontation auf einander.
und keiner weiß so recht, wie man damit umgehen sollte.
ich auch nicht.

ich weiß nur ein moslem ist nicht der moslem
genauso wenig ist ein christ der christ.

hinter all diesen glaubensbekenntnissen stehen immernoch menschen.

vllt sollte man einfach mal mit den menschen reden.
irgenwann vllt auch über religion.
erstmal vllt über das letzte fußballspiel in istanbul?
10.12.09 09:24
 



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